Ideen für Grabinschriften

Grabinschriften sind Botschaften für die Ewigkeit. Sie sollen am besten über Generationen mittels eines markanten Spruchs eine Persönlichkeit beschreiben oder auch begleiten, die hier begraben liegt. Es ist daher eine Kunst, solch einen Spruch zu entwerfen und dabei den richtigen Ton zu treffen. Um die Gedankenarbeit, die dieser Entscheidung vorweg geht zu erleichtern, haben wir hier ein paar der schönsten Sprüche und Verse für Sie aufnotiert. Lassen Sie sich inspirieren von berühmten Sprüchen bekannter Größen aus der Menschheitsgeschichte, aber auch von einigen, denen man den Autor, bzw. die Autorin nicht mehr zuordnen kann.

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Verträge über den Tod hinaus?

Noch einmal zum Thema digitaler Nachlass: Ein Thema, das durch neue Urteile zu Facebook und Co. verstärkt in die Schlagzeilen gerät und jeden von uns betrifft. Im Schnitt hinterlässt der moderne Mensch nach seinem Tod etwa ein Dutzend Onlineprofile seinen Angehörigen, Tendenz steigend. Ganz frisch dazu das wegweisende Urteil in einer ganzen Reihe von Gerichtsurteilen zur Frage, was mit einem Social-media-Profil geschehene soll, wenn der Mensch dahinter nicht mehr lebt. In diesem Fall ging es um den Facebook-Account eines jungen Berliner Mädchens, dessen Eltern auf Zugang klagten und letztendlich Recht bekamen. In diesem Fall wurde um ein bekanntes Social-Media-Konto gestritten. Was tun, wenn dieses und weitere nicht bekannt sind? Diese frühzeitig aufzuspüren, verhindert etwa auch, dass Monate später eine Rechnung über ein Jahresabonnement ins Haus flattert, welches der Hinterbliebene kurz vor seinem Tod abgeschlossen hatte. Jetzt stellt sich die Frage, berechtigt der Tod zur außerordentlichen Kündigung?

Müssen Erben Verträge weiterführen?

Der digitale Nachlass betrifft nicht nur den Facebook-Account oder das E-Mail-Konto bei Gmail, gmx oder web.de. Darunter fallen auch das online abgeschlossene Abo der Ikea-Karte, der Video-Streamingdienst, das Partnerportal oder der Blumenlieferant, der beauftragt wurde, alljährlich dem Partner zum Hochzeitstag Blumen zu schicken. Digitaler Nachlass, das sind alle Verträge, für die einmal ein Profil angelegt wurde mit den persönlichen Personendaten. Man kann sich die Detektivarbeit als Hinterbliebener sparen, wenn man speziell dafür existierende Agenturen beauftragt. Sie kümmern sich dann darum, die Accounts aufzuspüren und je nach Wunsch der Erben zu löschen oder umzuschreiben, damit sie auf anderem Namen weitergeführt werden können.

Sterbeurkunde zur Legitimation

Dazu gehört die Berliner Firma Columba. Sie fragt Accounts bei bekannten Portalen ab. Columba ist Kooperationspartner des Bundesverbands Deutscher Bestatter. Über 1 200 Bestattungshäuser in Deutschland arbeiten bereits mit dem Software-System des Anbieters. Natürlich können sich die Hinterbliebenen auch selber kümmern. Doch das ist mit großem bürokratischen Aufwand verbunden.Der Erbe muss sich dazu erst einmal ausweisen: mittels Erbschein. Einige Vertragspartner wie Banken z.B. fordern zusätzlich eine Sterbeurkunde. Jede Kopie eines solchen Nachweises kostet etwa zehn Euro. Greift man auf das Angebot von Columba zurück, werden die Formalitäten über das Bestattungshaus abgegolten.

Die Software von Columba hat Verträge mit über 100 Partnerunternehmen – von A wie Amazon bis Z wie Zalando – und prüft, ob Verträge, Nutzerkonten oder Profile existierenen. Im Durchschnitt werden zwölf Ab- oder Ummeldungen pro Sterbefall durchgeführt. Ungefähr die Hälfte davon sei vorher bekannt. Die andere Hälfte wird erst während der Recherche offen gelegt.

Passwörter lieber auf Papier festhalten!

Dazu gehören oft auch Portale rund um die Partnersuche oder auch pornographische Plattformen, über die der Verstorbene vorher nichts hat verlauten lassen, die aber oft teuer sin dund längere Laufzeiten aufwiesen. Hier kann es so manche böse Überraschung für die Hinterbliebenen geben. Nach wenigen Wochen sollte die Überprüfung abgeschlossen sein. Hinterbliebene könne bestimmen, was mit den Accounts passieren soll. Verträge vor Kündigungsfrist zu beenden, ist rechtlich allerding nicht immer möglich. Viele Unternehmen seien kulant, die Erben vorzeitig aus Verträgen zu entlassen, ein Recht auf außerordentliche Kündigung gibt es allerdings nicht generell. Nur sogenannte höchstpersönliche Verträge, wie etwa die Mitgliedschaft im Verein, enden mit dem Tod. Oft besteht aber zum Beispiel die Möglichkeit, das der Kunde selber vor seinem Tod vertraglich festlegt, was mit dem Vertragsverhältnis nach seinem Tod geschehen soll. Dazu wird sich auch das neue Urteil zu Facebook  auswirken. Wenn die Menschen vor ihrem Ableben auch ihren digitalen Nachlass regeln, wäre das am besten für die Hinterbliebenen. Dazu gehört eine Passwortliste, in der alle Accounts aufgeführt sind. Doese Liste sollte aber iht auf dem Computer hinterlegt werden, da sie sonst noch zu Lebzeiten missbraucht werden kann.

Kurzinfo zum nicht-digitalen Nachlass von Verträgen

Konten: Ob Sparkasse, Volksbank oder Privatbank – jede Bank benötigt eine separate Anfrage, ob ein Konto vorliegt und wie viel Geld dort vorhanden ist. Allerdings gibt es zentrale Anlaufstellen der unterschiedlichen Kreditinstitute. Auslandskonten müssen extra angefragt werden.
Versicherungen: Unternehmen von Lebens-und Sterbegeldversicherungen müssen innerhalb von ein bis drei Tagen über den Todesfall informiert werden. Unfallversicherer geben dafür nur 48 Stunden Zeit. Ansonsten gilt: Personenbezogene Versicherungen enden mit dem Tod, Sachversicherungen nicht.

 

Digitalen Nachlass regeln

Digitaler Nachlass in Zeiten der neuen Datenschutzverordnung

Chats bei Facebook, Fotos bei Instagram, Handy-, Strom- oder andere Verträge, die in E-Mail-Fächern lagern, Daten in der Cloud – das Leben spielt sich mehr und mehr im Digitalen ab. Früher hinterließ man Aktenordner, heute sind es Files auf dem Computer oder auf anderen Speichermedien. Wie sollte man sich noch zu Lebzeiten mit seinem Digitalen Nachlass beschäftigen?

Es ist wichtig, sich zu Lebzeiten, am besten jetzt und heute damit auseinanderzusetzen, damit Erben und Angehörige später darauf Zugriff haben. Vor allem der Zugriff auf das oder die E-Mail-Kontos ist wichtig: Immer mehr Verträge und Rechnungen werden online verwaltet. Die Rechnung in Papierform muss man sich bezahlen lassen und so werden wir dazu erzogen, immer mehr Verträge und Rechnungen online abzuheften. Das kann zu einer unübersichtlichen Sitauation führen, da wir noch nicht wie in dem Science Ficition „The Circle“ alle unseren digitalen Geschäfte mit einer Identität, einem Passwort für alles abwickeln. So kann es gut passieren, dass weiter Geldsummen vom Konto des Verstorbenen abgebucht werden und wenn das nicht mehr geht, Mahnungen auflaufen.

Was empfehlen wir den Verbrauchern?

Legen Sie sich eine Liste oder führen Sie eine Kladde mit all den Diensten an, bei denen man angemeldet ist. Schreiben Sie diese Liste auf Papier, nicht in auf dem Computer. Denn wenn der durch ein Passwort geschützt ist, kommen die Nachkommen auch nicht dran. Und außerdem kann ein Computer bereits zu Lebzeiten geknackt werden und dann werden in ihrem Namen womöglich woanders auf der Welt Waren bestellt und Geschäfte getätigt. In dieser Kladde sollte man den Nutzernamen und das Kennwort gut leserlich eintragen. Ich nehme z.B. ein Telefonbuch, in das ich unter dem Namen der einzelnen Anbieter, die Daten setze. Z.B. unter E finden sich meine Zugangsdaten zu Ebay. Unter A meine Daten für Amazon.

Sie können diese Liste auch erst am Computer anlegen und dann auf einem passwortgeschützten USB-Stick abspeichern, der dann wiederum in eine abschließbare Schublade oder einen Safe gehört. Ein Bankschließfach ist unpraktikabel, weil man sonst immer zur Bank gehen muss, um die Liste aktuell zu halten.

Wer bekommt dann den Schlüssel zum Schrank oder Safe? Sie entscheiden, wem man die Daten und damit die Verwaltung des digitalen Nachlasses anvertrauen möchte. Das müssen nicht unbedingt die Erben sein. Das kann formlos passieren, eine entsprechende Vollmacht sollte aber in jedem Fall eigenhändig unterschrieben werden. Man kann das auch zusammen mit anderen Vollmachten erledigen – zum Beispiel mit der Patientenverfügung oder der Vorsorgevollmacht.

Und wohin mit den ganzen Vollmachten? Es gibt ein zentrales Register, bei dem man die gesammelten Vollmachten hinterlegen kann. Das ist das zentrale Vorsorgeregister bei der Bundesnotarkammer. Zu empfehlen ist aber, zusätzlich eine Kopie auszudrucken und abzulegen. Und natürlich muss auch der Bevollmächtigte eine Kopie bekommen. Dieser erhält dann auch das Passwort des USB-Sticks und den Ort, an dem er deponiert ist.

Was sollte auf der Vollmacht alles stehen?

Sinnvoll ist es, dort zu vermerken, was mit welchem Account passieren soll. Soll bei Instagram alles gelöscht werden? Soll das Facebook-Profil in den sogenannten Gedenkzustand gesetzt werden? Bekommen die Erben Zugriff auf das E-Mail-Postfach?

Welche Gesetze kollidieren hier miteinander?

Zum einen das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Dort ist geregelt, dass die Erben Rechtsnachfolger des Erblassers werden. Das bedeutet, dass die Erben alle Rechte und Pflichten erben – und somit auch Verträge und Accounts. Im Falle von Mails oder Chatverläufe greift das Telekommunikationsgesetz beziehungsweise das Fernmeldegeheimnis. Abgewogen wird dann, ob das Besitzrecht der Erben oder der Schutz der Kommunikationspartner schwerer wiegt. Facebook könnte z.B. Einblick in Chats gewähren, wenn von allen Chatpartnern eine Einverständniserklärung vorläge – aber das ist momentan weltfremd und nicht praktikabel. Manche User haben 1 500 Freunde bei Facebook. Hier ist jeder einzelne zu Lebzeiten angehalten, sich Gedanken zu machen, welche Informationen für die Ewigkeit bestimmt sind und welche wieder gelöscht werden können. Mit der neuen Datenschutzverordnung hat jeder (Lebende) das Recht auf Löschung.

Machen Sie davon Gebrauch, wenn Sie es für notwendig erachten, es ist Ihr Recht!

Lazarus-Hospiz

Wir möchten Sie gerne auf die Veranstaltungen im Lazarus Hospiz hinweisen. Im Anschluß finden Sie eine Auflistung der Termine für das 2.Quartal 2018. Die Veranstaltungen sind kostenlos, sich vorab anzumelden macht Sinn und hilft der Durchführung und Planung. Das Lazarus Hospiz befindet sich in der Nähe des Mauer-Museums in der Bernauer Straße und ist verkehrsgünstig gut angebunden, wenn Sie den Nahverkehr nutzen.

Der Forumabend Im Lazarus Hospiz findet jeden zweiten Montag im Monat von 18:00-19:30 Uhr statt.
Getragen werden die Veranstaltungen vom Förderverein Lazarus-Hospiz e.V Berlin

09.04.2018 18.00 Uhr ALS (Amyotrophe Lateralsklerose)

Herausforderung in der Pflege und Begleitung – Individualität erhalten

Christine Schmidt – Statzkowski,
Pflegesachverständige, Geschäftsführerin PREMIO in Berlin

14.05.2018 18.00 Uhr “Und nun liege ich hier und warte auf meinen
Hospizplatz.”

Seelische Auseinandersetzung von Patient*innen und Angehörigen im Krankenhaus

Heike Lampe,
Diplom-Psychologin, stationäre und ambulante
psychonkologische Beratung

11.06.2018 18.00 Uhr “Sterbende begleiten lernen“

Wie werden ehrenamtliche Mitarbeiter*innen auf die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen vorbereitet?

Lydia Röder,
Leiterin Ambulanter Lazarus Hospizdienst
Der Vortrag wird in Gebärdensprache übersetzt

Über das Lazarus Hospiz

Annette Adam, Leiterin des Lazarus Hospiz fasst zusammen:

“Unser stationäres Hospiz wurde am 1. April 1999 eröffnet. Das Lazarus Hospiz im dritten Obergeschoss des Hauses Boegehold im Lazarus Haus Berlin ist ein Ort, an dem selbstbestimmtes und würdevolles Leben bis zuletzt möglich ist.
Für diejenigen Menschen, für die in der letzten Phase ihres Lebens Pflege und Betreuung in der eigenen Wohnung nicht mehr möglich ist, ist unser Hospiz ein Zuhause.”

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Kleine Geschichte der Totenzettel

Sie sind ein wenig aus der Mode gekommen, dabei kann man sie heute im Computerzeitalter auch leicht selber herstellen: Totenzettel. Die Idee kommt wie der Cookie aus den Niederlanden und wurde dort zum Ende des 17.Jahrhunderts immer populärer. So wie heute die Computer machten es damals die sich immer mehr verbreitenden Druckerpressen möglich. Und die dort lebenden freien Bürger, die des Schreibens und Lebens mächtig waren. Denn die ersten Totenzettel waren handgeschrieben. Der Brauch setzte sich in den Städten durch, nicht aber auf dem Land mit seinen Leibeigenen. Die übersetzt “Bittdrucke” bezeichneten Zettel wurden rund um den Tod eines geliebten Menschen an dessen Angehörige verteilt und enthielten gute Wünsche fürs Jenseits und die Aufforderung für ihn zu beten. „Kleine Geschichte der Totenzettel“ weiterlesen

Richtig kondolieren

Bestattung Wilmersdorf

Gibt es allgemeingültige Tipps für das Formulieren von Kondolenzbriefen?

Im Wesentlichen sind es fünf Kriterien, an denen sich jeder orientieren kann:

  1. Zuerst sollte man die eigene Betroffenheit ausdrücken. Wenn es sich beispielsweise um einen Unfalltod handelt, kann man die tiefe Erschütterung ansprechen, das eigene Schock-Erleben beschreiben.
  2. Darauf folgt die Würdigung des Verstorbenen. Hier geht es um die Aspekte, die einem mit ihm verbunden haben. Was hat er mir bedeutet? Was habe ich an ihm besonders geschätzt, gemocht oder bewundert? Das kann eine Charaktereigenschaft sein oder eine Äußerlichkeit. Dieses kurze Nachsinnen, die eigene Perspektive zu diesem Menschen einzubringen, ist ganz wichtig und hinterlässt bei den Angehörigen garantiert einen bleibenden Eindruck, sogar dann, wenn es nur die blauen Augen des Verstorbenen waren.
  3. Drittens gehört auch ein Wort des Trostes in jede Trauerkarte und in jeden Kondolenzbrief.
  4. Viertens kann ich meine Hilfe anbieten. Das sollte man jemdoch nicht ins Blaue hinein, sondern nur, wenn es einem ein Bedürfnis ist. Auch dieses Hilfsangebot sollte so konkret wie möglich sein, zum Beispiel eine Einladung zum Spaziergehen oder Gartenarbeit.
  5. Am Ende folgt die eigentliche Beileidsbekundung. Je mehr ich in die Tiefe gedacht habe, umso klarer wirkt dieser Brief, und umso mehr kann er den Angehörigen und mir selbst helfen, die Trauer ein Stück zu bewältigen. Wer schreibt, aktiviert damit auch automatisch weit auseinander liegende Areale im Großhirn, Schreiben erleichtert nachweislich das Nachdenken. Die Formulierarbeit ist damit auch ein Teil der Trauerarbeit.

Wie persönlich darf man werden?

Wer eine lesbare Handschrift hat, kann seine Kondolenz gerne auch mit dem Füller aufsetzen.

Das hängt natürlich von der Beziehung ab, die man zu dem oder der Verstorbenen hatte. Wenn es eine herzliche, innige Beziehung zum Verstorbenen war oder auch zum Hinterbliebenen, dann sollte auch Herzlichkeit aus dem Brief sprechen. Wenn es aber eine distanzierte oder auch eine unterkühlte Beziehung war oder ist, muss sich die Stilebene dementsprechend anpassen. Alles andere wäre unglaubwürdig.

Viele meinen, wenn man eine eher problematische Beziehung zum Verstorbenen hatte, dass es dann wahrscheinlich noch schwerer ist, einen Kondolenzbrief oder eine Karte zu formulieren. Das muss nicht sein. Der Brief kann sich an dieser Schwierigkeit orientieren. Das kann etwas zum Thema Würdigung sein. Nennen Sie es beim Namen. Das ist wahrhaftig. Statt Floskeln die Wahrheit, ihre Sicht der Dinge. So eine Kondolenz ist womöglich die letzte Chance, frühere Streitigkeiten und Probleme auf den Tisch zu bringen. Nutzen Sie sie! Ein Kondolenzbrief bedarf ja nicht unbedingt einer Antwort. Ich kann so schreiben, dass sich eine Antwort für den Empfänger erübrigt oder von selbst verbietet. Diese Botschaft transportiere ich selbstverständlich zwischen den Zeilen. Wenn das gelingt, ist ein Brief eine wunderbare Gelegenheit, in guter Weise mit einem Lebensthema abzuschließen. Es gibt ihnen auch ein Stück Ruhe zurück.