Category Archives: Ratgeber

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Urlaub ist erbbar

Urteil des EuGH: Witwe hat Anspruch auf Ausgleichszahlung

Mancher nimmt seine Urlaubstage leider mit ins Grab. Immer fleißig und die freien Tage aufgespart und dann traf ihn der Schlag und denUrlaub tritt niemand mehr an. Der Europäische Gerichtshof hat jetzt neue Tatsachen geschaffen: Urlaub ist vererbbar.

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Steine für die Ewigkeit

Welcher Stein ist der richtige für mein Grab? Diese Frage stellt sich nicht unbedingt beim eigenen Grab, sondern dann, wenn man einen Grabstein in Auftrag geben möchte. Für die Eltern, die Partnerin, den besten Freund. Welches Material ist für einen Grabstein am besten geeignet? Was sind die Vorzüge der einzelnen Steinarten?

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Ideen für Grabinschriften

Grabinschriften sind Botschaften für die Ewigkeit. Sie sollen am besten über Generationen mittels eines markanten Spruchs eine Persönlichkeit beschreiben oder auch begleiten, die hier begraben liegt. Es ist daher eine Kunst, solch einen Spruch zu entwerfen und dabei den richtigen Ton zu treffen. Um die Gedankenarbeit, die dieser Entscheidung vorweg geht zu erleichtern, haben wir hier ein paar der schönsten Sprüche und Verse für Sie aufnotiert. Lassen Sie sich inspirieren von berühmten Sprüchen bekannter Größen aus der Menschheitsgeschichte, aber auch von einigen, denen man den Autor, bzw. die Autorin nicht mehr zuordnen kann.

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Verträge über den Tod hinaus?

Noch einmal zum Thema digitaler Nachlass: Ein Thema, das durch neue Urteile zu Facebook und Co. verstärkt in die Schlagzeilen gerät und jeden von uns betrifft. Im Schnitt hinterlässt der moderne Mensch nach seinem Tod etwa ein Dutzend Onlineprofile seinen Angehörigen, Tendenz steigend. Ganz frisch dazu das wegweisende Urteil in einer ganzen Reihe von Gerichtsurteilen zur Frage, was mit einem Social-media-Profil geschehene soll, wenn der Mensch dahinter nicht mehr lebt. In diesem Fall ging es um den Facebook-Account eines jungen Berliner Mädchens, dessen Eltern auf Zugang klagten und letztendlich Recht bekamen. In diesem Fall wurde um ein bekanntes Social-Media-Konto gestritten. Was tun, wenn dieses und weitere nicht bekannt sind? Diese frühzeitig aufzuspüren, verhindert etwa auch, dass Monate später eine Rechnung über ein Jahresabonnement ins Haus flattert, welches der Hinterbliebene kurz vor seinem Tod abgeschlossen hatte. Jetzt stellt sich die Frage, berechtigt der Tod zur außerordentlichen Kündigung?

Müssen Erben Verträge weiterführen?

Der digitale Nachlass betrifft nicht nur den Facebook-Account oder das E-Mail-Konto bei Gmail, gmx oder web.de. Darunter fallen auch das online abgeschlossene Abo der Ikea-Karte, der Video-Streamingdienst, das Partnerportal oder der Blumenlieferant, der beauftragt wurde, alljährlich dem Partner zum Hochzeitstag Blumen zu schicken. Digitaler Nachlass, das sind alle Verträge, für die einmal ein Profil angelegt wurde mit den persönlichen Personendaten. Man kann sich die Detektivarbeit als Hinterbliebener sparen, wenn man speziell dafür existierende Agenturen beauftragt. Sie kümmern sich dann darum, die Accounts aufzuspüren und je nach Wunsch der Erben zu löschen oder umzuschreiben, damit sie auf anderem Namen weitergeführt werden können.

Sterbeurkunde zur Legitimation

Dazu gehört die Berliner Firma Columba. Sie fragt Accounts bei bekannten Portalen ab. Columba ist Kooperationspartner des Bundesverbands Deutscher Bestatter. Über 1 200 Bestattungshäuser in Deutschland arbeiten bereits mit dem Software-System des Anbieters. Natürlich können sich die Hinterbliebenen auch selber kümmern. Doch das ist mit großem bürokratischen Aufwand verbunden.Der Erbe muss sich dazu erst einmal ausweisen: mittels Erbschein. Einige Vertragspartner wie Banken z.B. fordern zusätzlich eine Sterbeurkunde. Jede Kopie eines solchen Nachweises kostet etwa zehn Euro. Greift man auf das Angebot von Columba zurück, werden die Formalitäten über das Bestattungshaus abgegolten.

Die Software von Columba hat Verträge mit über 100 Partnerunternehmen – von A wie Amazon bis Z wie Zalando – und prüft, ob Verträge, Nutzerkonten oder Profile existierenen. Im Durchschnitt werden zwölf Ab- oder Ummeldungen pro Sterbefall durchgeführt. Ungefähr die Hälfte davon sei vorher bekannt. Die andere Hälfte wird erst während der Recherche offen gelegt.

Passwörter lieber auf Papier festhalten!

Dazu gehören oft auch Portale rund um die Partnersuche oder auch pornographische Plattformen, über die der Verstorbene vorher nichts hat verlauten lassen, die aber oft teuer sin dund längere Laufzeiten aufwiesen. Hier kann es so manche böse Überraschung für die Hinterbliebenen geben. Nach wenigen Wochen sollte die Überprüfung abgeschlossen sein. Hinterbliebene könne bestimmen, was mit den Accounts passieren soll. Verträge vor Kündigungsfrist zu beenden, ist rechtlich allerding nicht immer möglich. Viele Unternehmen seien kulant, die Erben vorzeitig aus Verträgen zu entlassen, ein Recht auf außerordentliche Kündigung gibt es allerdings nicht generell. Nur sogenannte höchstpersönliche Verträge, wie etwa die Mitgliedschaft im Verein, enden mit dem Tod. Oft besteht aber zum Beispiel die Möglichkeit, das der Kunde selber vor seinem Tod vertraglich festlegt, was mit dem Vertragsverhältnis nach seinem Tod geschehen soll. Dazu wird sich auch das neue Urteil zu Facebook  auswirken. Wenn die Menschen vor ihrem Ableben auch ihren digitalen Nachlass regeln, wäre das am besten für die Hinterbliebenen. Dazu gehört eine Passwortliste, in der alle Accounts aufgeführt sind. Doese Liste sollte aber iht auf dem Computer hinterlegt werden, da sie sonst noch zu Lebzeiten missbraucht werden kann.

Kurzinfo zum nicht-digitalen Nachlass von Verträgen

Konten: Ob Sparkasse, Volksbank oder Privatbank – jede Bank benötigt eine separate Anfrage, ob ein Konto vorliegt und wie viel Geld dort vorhanden ist. Allerdings gibt es zentrale Anlaufstellen der unterschiedlichen Kreditinstitute. Auslandskonten müssen extra angefragt werden.
Versicherungen: Unternehmen von Lebens-und Sterbegeldversicherungen müssen innerhalb von ein bis drei Tagen über den Todesfall informiert werden. Unfallversicherer geben dafür nur 48 Stunden Zeit. Ansonsten gilt: Personenbezogene Versicherungen enden mit dem Tod, Sachversicherungen nicht.

 


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Digitalen Nachlass regeln

Digitaler Nachlass in Zeiten der neuen Datenschutzverordnung

Chats bei Facebook, Fotos bei Instagram, Handy-, Strom- oder andere Verträge, die in E-Mail-Fächern lagern, Daten in der Cloud – das Leben spielt sich mehr und mehr im Digitalen ab. Früher hinterließ man Aktenordner, heute sind es Files auf dem Computer oder auf anderen Speichermedien. Wie sollte man sich noch zu Lebzeiten mit seinem Digitalen Nachlass beschäftigen?

Es ist wichtig, sich zu Lebzeiten, am besten jetzt und heute damit auseinanderzusetzen, damit Erben und Angehörige später darauf Zugriff haben. Vor allem der Zugriff auf das oder die E-Mail-Kontos ist wichtig: Immer mehr Verträge und Rechnungen werden online verwaltet. Die Rechnung in Papierform muss man sich bezahlen lassen und so werden wir dazu erzogen, immer mehr Verträge und Rechnungen online abzuheften. Das kann zu einer unübersichtlichen Sitauation führen, da wir noch nicht wie in dem Science Ficition „The Circle“ alle unseren digitalen Geschäfte mit einer Identität, einem Passwort für alles abwickeln. So kann es gut passieren, dass weiter Geldsummen vom Konto des Verstorbenen abgebucht werden und wenn das nicht mehr geht, Mahnungen auflaufen.

Was empfehlen wir den Verbrauchern?

Legen Sie sich eine Liste oder führen Sie eine Kladde mit all den Diensten an, bei denen man angemeldet ist. Schreiben Sie diese Liste auf Papier, nicht in auf dem Computer. Denn wenn der durch ein Passwort geschützt ist, kommen die Nachkommen auch nicht dran. Und außerdem kann ein Computer bereits zu Lebzeiten geknackt werden und dann werden in ihrem Namen womöglich woanders auf der Welt Waren bestellt und Geschäfte getätigt. In dieser Kladde sollte man den Nutzernamen und das Kennwort gut leserlich eintragen. Ich nehme z.B. ein Telefonbuch, in das ich unter dem Namen der einzelnen Anbieter, die Daten setze. Z.B. unter E finden sich meine Zugangsdaten zu Ebay. Unter A meine Daten für Amazon.

Sie können diese Liste auch erst am Computer anlegen und dann auf einem passwortgeschützten USB-Stick abspeichern, der dann wiederum in eine abschließbare Schublade oder einen Safe gehört. Ein Bankschließfach ist unpraktikabel, weil man sonst immer zur Bank gehen muss, um die Liste aktuell zu halten.

Wer bekommt dann den Schlüssel zum Schrank oder Safe? Sie entscheiden, wem man die Daten und damit die Verwaltung des digitalen Nachlasses anvertrauen möchte. Das müssen nicht unbedingt die Erben sein. Das kann formlos passieren, eine entsprechende Vollmacht sollte aber in jedem Fall eigenhändig unterschrieben werden. Man kann das auch zusammen mit anderen Vollmachten erledigen – zum Beispiel mit der Patientenverfügung oder der Vorsorgevollmacht.

Und wohin mit den ganzen Vollmachten? Es gibt ein zentrales Register, bei dem man die gesammelten Vollmachten hinterlegen kann. Das ist das zentrale Vorsorgeregister bei der Bundesnotarkammer. Zu empfehlen ist aber, zusätzlich eine Kopie auszudrucken und abzulegen. Und natürlich muss auch der Bevollmächtigte eine Kopie bekommen. Dieser erhält dann auch das Passwort des USB-Sticks und den Ort, an dem er deponiert ist.

Was sollte auf der Vollmacht alles stehen?

Sinnvoll ist es, dort zu vermerken, was mit welchem Account passieren soll. Soll bei Instagram alles gelöscht werden? Soll das Facebook-Profil in den sogenannten Gedenkzustand gesetzt werden? Bekommen die Erben Zugriff auf das E-Mail-Postfach?

Welche Gesetze kollidieren hier miteinander?

Zum einen das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Dort ist geregelt, dass die Erben Rechtsnachfolger des Erblassers werden. Das bedeutet, dass die Erben alle Rechte und Pflichten erben – und somit auch Verträge und Accounts. Im Falle von Mails oder Chatverläufe greift das Telekommunikationsgesetz beziehungsweise das Fernmeldegeheimnis. Abgewogen wird dann, ob das Besitzrecht der Erben oder der Schutz der Kommunikationspartner schwerer wiegt. Facebook könnte z.B. Einblick in Chats gewähren, wenn von allen Chatpartnern eine Einverständniserklärung vorläge – aber das ist momentan weltfremd und nicht praktikabel. Manche User haben 1 500 Freunde bei Facebook. Hier ist jeder einzelne zu Lebzeiten angehalten, sich Gedanken zu machen, welche Informationen für die Ewigkeit bestimmt sind und welche wieder gelöscht werden können. Mit der neuen Datenschutzverordnung hat jeder (Lebende) das Recht auf Löschung.

Machen Sie davon Gebrauch, wenn Sie es für notwendig erachten, es ist Ihr Recht!


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Lazarus-Hospiz

Wir möchten Sie gerne auf die Veranstaltungen im Lazarus Hospiz hinweisen. Im Anschluß finden Sie eine Auflistung der Termine für das 2.Quartal 2018. Die Veranstaltungen sind kostenlos, sich vorab anzumelden macht Sinn und hilft der Durchführung und Planung. Das Lazarus Hospiz befindet sich in der Nähe des Mauer-Museums in der Bernauer Straße und ist verkehrsgünstig gut angebunden, wenn Sie den Nahverkehr nutzen.

Der Forumabend Im Lazarus Hospiz findet jeden zweiten Montag im Monat von 18:00-19:30 Uhr statt.
Getragen werden die Veranstaltungen vom Förderverein Lazarus-Hospiz e.V Berlin

09.04.2018 18.00 Uhr ALS (Amyotrophe Lateralsklerose)

Herausforderung in der Pflege und Begleitung – Individualität erhalten

Christine Schmidt – Statzkowski,
Pflegesachverständige, Geschäftsführerin PREMIO in Berlin

14.05.2018 18.00 Uhr “Und nun liege ich hier und warte auf meinen
Hospizplatz.”

Seelische Auseinandersetzung von Patient*innen und Angehörigen im Krankenhaus

Heike Lampe,
Diplom-Psychologin, stationäre und ambulante
psychonkologische Beratung

11.06.2018 18.00 Uhr “Sterbende begleiten lernen“

Wie werden ehrenamtliche Mitarbeiter*innen auf die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen vorbereitet?

Lydia Röder,
Leiterin Ambulanter Lazarus Hospizdienst
Der Vortrag wird in Gebärdensprache übersetzt

Über das Lazarus Hospiz

Annette Adam, Leiterin des Lazarus Hospiz fasst zusammen:

“Unser stationäres Hospiz wurde am 1. April 1999 eröffnet. Das Lazarus Hospiz im dritten Obergeschoss des Hauses Boegehold im Lazarus Haus Berlin ist ein Ort, an dem selbstbestimmtes und würdevolles Leben bis zuletzt möglich ist.
Für diejenigen Menschen, für die in der letzten Phase ihres Lebens Pflege und Betreuung in der eigenen Wohnung nicht mehr möglich ist, ist unser Hospiz ein Zuhause.”

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Bestattung Wilmersdorf

Richtig kondolieren

Gibt es allgemeingültige Tipps für das Formulieren von Kondolenzbriefen?

Im Wesentlichen sind es fünf Kriterien, an denen sich jeder orientieren kann:

  1. Zuerst sollte man die eigene Betroffenheit ausdrücken. Wenn es sich beispielsweise um einen Unfalltod handelt, kann man die tiefe Erschütterung ansprechen, das eigene Schock-Erleben beschreiben.
  2. Darauf folgt die Würdigung des Verstorbenen. Hier geht es um die Aspekte, die einem mit ihm verbunden haben. Was hat er mir bedeutet? Was habe ich an ihm besonders geschätzt, gemocht oder bewundert? Das kann eine Charaktereigenschaft sein oder eine Äußerlichkeit. Dieses kurze Nachsinnen, die eigene Perspektive zu diesem Menschen einzubringen, ist ganz wichtig und hinterlässt bei den Angehörigen garantiert einen bleibenden Eindruck, sogar dann, wenn es nur die blauen Augen des Verstorbenen waren.
  3. Drittens gehört auch ein Wort des Trostes in jede Trauerkarte und in jeden Kondolenzbrief.
  4. Viertens kann ich meine Hilfe anbieten. Das sollte man jemdoch nicht ins Blaue hinein, sondern nur, wenn es einem ein Bedürfnis ist. Auch dieses Hilfsangebot sollte so konkret wie möglich sein, zum Beispiel eine Einladung zum Spaziergehen oder Gartenarbeit.
  5. Am Ende folgt die eigentliche Beileidsbekundung. Je mehr ich in die Tiefe gedacht habe, umso klarer wirkt dieser Brief, und umso mehr kann er den Angehörigen und mir selbst helfen, die Trauer ein Stück zu bewältigen. Wer schreibt, aktiviert damit auch automatisch weit auseinander liegende Areale im Großhirn, Schreiben erleichtert nachweislich das Nachdenken. Die Formulierarbeit ist damit auch ein Teil der Trauerarbeit.

Wie persönlich darf man werden?

Wer eine lesbare Handschrift hat, kann seine Kondolenz gerne auch mit dem Füller aufsetzen.

Das hängt natürlich von der Beziehung ab, die man zu dem oder der Verstorbenen hatte. Wenn es eine herzliche, innige Beziehung zum Verstorbenen war oder auch zum Hinterbliebenen, dann sollte auch Herzlichkeit aus dem Brief sprechen. Wenn es aber eine distanzierte oder auch eine unterkühlte Beziehung war oder ist, muss sich die Stilebene dementsprechend anpassen. Alles andere wäre unglaubwürdig.

Viele meinen, wenn man eine eher problematische Beziehung zum Verstorbenen hatte, dass es dann wahrscheinlich noch schwerer ist, einen Kondolenzbrief oder eine Karte zu formulieren. Das muss nicht sein. Der Brief kann sich an dieser Schwierigkeit orientieren. Das kann etwas zum Thema Würdigung sein. Nennen Sie es beim Namen. Das ist wahrhaftig. Statt Floskeln die Wahrheit, ihre Sicht der Dinge. So eine Kondolenz ist womöglich die letzte Chance, frühere Streitigkeiten und Probleme auf den Tisch zu bringen. Nutzen Sie sie! Ein Kondolenzbrief bedarf ja nicht unbedingt einer Antwort. Ich kann so schreiben, dass sich eine Antwort für den Empfänger erübrigt oder von selbst verbietet. Diese Botschaft transportiere ich selbstverständlich zwischen den Zeilen. Wenn das gelingt, ist ein Brief eine wunderbare Gelegenheit, in guter Weise mit einem Lebensthema abzuschließen. Es gibt ihnen auch ein Stück Ruhe zurück.


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Pflanzen als Symbole für Tod und Abschied

Von der Trauerbuche zum Tränenden Herz

Mit einer roten Rose kann man seine Liebe gegenüber dem Beschenkten ausdrücken. Das weiß auch heute noch jeder. Viel Wissen ist aber verloren gegangen und nicht jeder weiß mehr so genau, welche Pflanze für was steht. Wer mehr weiß, kann aktiver mit den verschiedenen Pflanzen umgehen und sie auch stilsicher im Trauerfall einsetzen.

„Im Schatten dieser Weide ruht ein armer Mensch, nicht schlimm noch gut.“

So beginnt das Gedicht „Grabschrift“ von Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916). Bei diesen Zeilen schwebt einem unmittelbar das Bild einer Trauerweide vor Augen, die mit ihren herabhängenden Zweigen über einem Grab thront.  Neben Trauerweiden werden auch Trauerbuchen und Trauerbirken mit Tod und Trauer in Verbindung gebracht. Ihre herabhängenden Zweige vermitteln einen melancholisch traurigen Eindruck und erinnern an fließende Tränen.

Die Trauer- oder Hängebuche gilt als die größte mitteleuropäische Trauerform eines Baumes. Nicht umsonst ist sie auch häufig als einzelner, freistehender Baum auf Friedhöfen oder in Parks zu finden. Ein besonders schönes Exemplar steht direkt am Schweriner Schloss. Die Höhe von Trauerbuchen übersteigt selten 20 m; verwandt ist sie mit der Blutbuche, gehört also zu den Buchengewächsen. Mit ihren weit ausladenden bogenförmigen Zweigen kann die Trauerbuche bis zu 30 m breit werden. Als Solitärbaum benötigt sie daher reichlich viel Platz. Das sollte man berücksichtigen, wenn man darüber nachdenkt, solch einen Baum in seinem Garten zu pflanzen.

Linden in einer Allee. Nicht umsonst gibt es in Berlin die Straße Unter den Linden und jede Menge Restaurants Zur Linde.

Auf Friedhöfen finden sich Bäume, die seit jeher dem Menschen etwas bedeutet haben, wie zum Beispiel die Linde. Während die Germanen in der Linde Freyja, die Göttin der Liebe und des Glücks verehrten, verstecken sich heute unter ihren Ästen häufig Marienstatuen und -kapellen. Das deutsche Wort Liebe dürfte eng mit dem polnischen Wort für Linde, “Lipa” zu tun haben. Und “linda” heißt auf spanisch “schön”.

Früher glaubte man, dass ein um den Kopf gewundener Espenkranz den Eintritt in das Totenreich erleichtere.  Espen sind nichts anderes als Zitterpappeln. Auf Gräbern sind häufig immergrüne Gehölze, wie Nadelbäume, Stechpalme, Lebensbaum und Eibe, zu finden. Einerseits  sind sie pflegeleicht, andererseits durch ihr immerwährendes  Grün Symbol für ewiges Leben und Auferstehung.

Schon in der Antike wurde die schattenliebende Eibe mit den dunklen, giftigen Nadeln als Baum der Trauer und des Todes angesehen. Mancherorts säumen Eibenhecken ganze Friedhöfe. Dabei muss man bedenken, dass die Eibe früher ganz natürlich im Wald vorkam und erst mit der modernen Forstwirtschaft aus dem Wald verbannt wurde.

Vom heiligen Wacholder

Auf Gräbern spielte der Wacholder als Wächter auf der Schwelle zwischen Leben und Tod eine besondere Rolle. Man glaubte, dass die gerade verstorbenen Seelen hier vorübergehend weilen und unter bestimmten Umständen wieder ins Leben zurückkehren können. Daher stammt auch der Name Wacholder, abgeleitet vom Althochdeutschen  „Weckholder“  für “aufwecken”. Den Germanen war Wacholder heilig: sie setzten sein duftendes Holz bei der Verbrennung ihrer Toten ein. Es enthält reichlich ätherische Öle.

Der Buchsbaum, englisch Boxwood, also Kastenholz – Sinnbild für Unsterblichkeit wird vielerorts als Grabsteinfassung gewählt. Nach jedem Schnitt treibt das immergrüne Gewächs neu aus und ist damit Sinnbild für die Unsterblichkeit. Die Germanen sahen den Buchsbaum als Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit aber auch für den  Tod.

Efeu wird als Bodendecker eingesetzt, vermag mit seinen Haftwurzeln aber auch ganze Grabsteine zu begrünen oder Familiengrüfte zu überwuchern. Immergrüne Pflanzen bezeugen treue Liebe, die über den Tod hinausgeht. Eine schöne Überlieferung betrifft das tragische Liebespaar Tristan und Isolde. König Mark, der ursprünglich Isolde zur Frau nehmen wollte, ließ die beiden Liebenden  an den zwei verschiedenen  Seiten einer Kirche begraben, um sie selbst im Tod  noch zu trennen. Da begannen  an den Gräbern Efeustöcke so  hoch zu ranken, dass sie sich  über dem Dach der Kirche begegneten.  So konnten die beiden  doch noch zusammenkommen.

Kleines Immergrün wehrt Teufel ab. Im Volksglauben ranken sich  zahlreiche Bräuche um das Kleine Immergrün, welches als Bodendecker  auf Friedhöfen häufig  zu finden ist. So soll die Pflanze  sogar den Teufel abwehren können:

„Welcher diß kru bey yme  draget, ober den hat der tüfel  kein gewalt.“

So hieß es schon im Hortus Sanitatis (Garten der Gesundheit, einem Kräuterbuch aus dem 15.  Jahrhundert). Auch gab es den Brauch, geliebten Verstorbenen, besonders aber Kindern, Kopfkränze  aus Immergrün mit in den Sarg zu legen. Die kleine hübsche  Pflanze versinnbildlicht zudem ewiges Leben, Erinnerung und  Beständigkeit, aber auch Treue  und Reinheit.

Engelstränen und Totenblumen

Tagetes sind in Mexiko Totenblumen.

Weiße Narzissen, auch Engelstränen  genannt, stehen im  Frühjahr auf den Gräbern, das beliebte Tränende Herz blüht einige Zeit später. Weiße Narzissen werden auch Engelstränen genannt.

Gelbe Tagetes spielen in Mexiko als Totenblume  eine besondere Rolle. Die heilende Ringelblume und die riechende Tagetes (Im Süddeutschen heißt diese einjährige Blume nicht umsonst “Stinkerle”) werden im Volksmund sogar direkt  als „Totenblumen“ bezeichnet.

Da die Ringelblume den  ganzen Sommer und Herbst  über blüht, steht sie für langes  Leben und Unvergänglichkeit.  Wird sie von Frösten verschont,  kann man sie bis Weihnachten in reichlicher Blüte stehen sehen.

Tagetes  stammen ursprünglich aus Mittelamerika. In Mexiko glaubt man, dass die Toten die Farbe gelb besonders gut sehen können. Anfang November wird  dort den Toten zu Ehren ein Gabentisch aufgebaut. Von der  Eingangstür weist ein Pfad aus Tagetesblüten den verstorbenen Seelen den Weg dorthin. Mexikanern  sollte man daher also auf keinen Fall gelbe Blumen schenken.

Die Rose ist das  Symbol der Liebe und wird daher vor  allem von den  engsten Angehörigen  Verstorbener  als Trauerblume erwählt. Mit  Trauerherzen aus  roten oder weißen  Rosen werden  tiefste Gefühle zum  Ausdruck gebracht.  Die Rose gilt zudem  als Mariensymbol  und aufgrund ihrer Dornen als Abwehrmittel gegen  das Böse gehandelt.

Weißblühendes steht für Auferstehung: Aster, Chrysantheme, Gerbera  und Calla zählen zu den traditionellen  Trauerpflanzen, die  Sarg, Urne und Grab vor allem  in Form von Gestecken schmücken. Dabei  stehen die weißblühenden Sorten für Reinheit und Auferstehung.  Christus trug bei seiner Auferstehung ein weißes Gewand!


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Virtueller Nachlass

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Alle 3 Minuten stirbt ein Facebook-Nutzer

Berliner Mutter kämpft vor Gericht um Einsicht ins Facebook-Konto ihrer toten Tochter. Jetzt wurde entschieden!

2012 starb eine Minderjährige im U-Bahnhof Schönleinstraße in Kreuzberg. Die 15jährige war von einer einfahrenden U-Bahn überrollt worden. Für die Mutter steht bis heute nicht fest, ob es sich um einen Unfall handelte oder die Schülerin vielleicht gemobbt und so in den Selbstmord getrieben wurde. Antworten auf ihre zermürbenden Fragen versprach sie sich als sie sich den Facebook-Account ihres Kindes anschauen wollte. Sie wollte in den letzten Posts, den letzten Nachrichten von Freunden lesen. Der tragische Tod des Mädchens beschäftigte an einem Dienstag im April das Kammergericht. Und er beschäftigt uns alle, zumindest diejenigen, die mit dem Internet in Verbindung stehen und dort Spuren hinterlassen, in Form von Posts oder Profilen, sei es bei Facebook, Twitter oder anderen Social Media. Welche Macht hat Facebook über unsere Daten?

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Gegen den Tod schreiben

Kann man den gegen den Tod schreiben? Wenn man einen lieben Menschen verloren hat, der einen viele Jahre seines Lebens begleitete, dann ist das einfach nur furchtbar schmerzhaft. Ratschläge bekommt man ohne Ende von den anderen Hinterbliebenen, wenn man sein Leid klagt. Manche können es bald nicht mehr hören und wenden sich ab. Der Trauernde bleibt noch einsamer zurück.

Schreiben Sie sich frei!

In Kinder- oder Jugendtagen hat man vielleicht ein Tagebuch gepflegt, dem man seine innersten Gedanken anvertraute. Das Papier war geduldig, man war sich selbst der beste Zuhörer. So ein Buch ist auch in Krisenzeiten gut, nicht nur im Todesfall, auch wenn man sich vom Partner trennt, wenn die Liebe stirbt. Der Mensch ist noch da, aber er hat sich bis zur Unkenntlichkeit geändert. Der Tod ist endgültiger. Es gibt keine Hoffnung, wieder mit dem Menschen in dieser Welt zusammen zu kommen, sich auszusprechen oder auszusöhnen, falls in den letzten Tagen oder auch Jahren böse Worte gefallen sind, tiefe Verletzungen erlitten wurden. Der Tod ist ein Schlußpunkt. In Gedanken lebt der andere noch weiter. In Gedanken werden noch Gespräche geführt. Der Wunsch nach Austausch mit dem Verstorbenen kann groß werden, die Gedanken können sich verwirren, können unerträglich werden. Das zu Papier zu bringen kann helfen und den Schmerz abmildern. Nehmen Sie sich ein ansprechendes Notizbuch, suchen Sie Ihren geliebten Füller oder einen Lieblingsstift, den Sie schon lange nicht mehr benutzt haben.

Schreiben hilft gegen die Ohnmacht der Trauer.

Kramen Sie ihn hervor, setzen Sie sich auf einen gemütlichen Stuhl, an einen geliebten Platz und fangen Sie an Ihre Gedanken zu ordnen. Schreiben hilft! Schnell füllen sich die Seiten mit Buchstaben, Wörtern, Sätzen. Es sprudelt nur so aus Ihnen heraus und Sie haben das Gefühl, etwas geleistet zu haben, einen Schritt weiter zu sein, etwas abgearbeitet zu haben. Das tut gut. Sie können sich noch gut tun. Das ist eine gute Erkenntnis. Denn letztendlich können Sie sich helfen lassen, aber Ihre Seelenpein können Sie nur selbst erleichtern. Sie entscheiden letztendlich, was jetzt aus Ihrem Leben wird. Nach dem Verlust des so wichtigen Mitmenschen. Nach Ihrer Krise. Die Trauer steht Ihnen zu. Aber das Leben ist noch nicht vorbei. Gegen den Tod kommen Sie nicht an, aber schreiben können Sie gegen ihn. Schreiben Sie über die vergangenen Kapitel Ihres Daseins und beginnen Sie ein neues.


Harold Bestattungen in WIlmersdorf

Ihr Weg zu uns

Was unsere Kunden sagen

Michael Zaumseil
Michael Zaumseil
18:09 22 Sep 17
Vielen Dank an das Bestattungshaus Harald, in einer sehr schweren Zeit wurde uns umfangreich und vertrauenswürdig geholfen, wir bekunden an dieser Stelle unseren aufrichtigen Dank und Anerkennung. Familie Zaumseil aus Aschaffenburg und Berlin
Charles Jamin
Charles Jamin
09:45 13 Dec 16
Vielen Dank an das ganze Unternehmen. Wir Dortmunder wurden sehr lieb betreut und beraten. Selbst am Sonntag hat man uns noch schnell angerufen und vor unserer Abreise wichtige Dokumente mitgegeben. Auf jeden Fall empfehlen wir Harold Bestattungen.
Norbert Stolpmann
Norbert Stolpmann
17:30 21 Apr 16
Wir waren mit den Dienstleistungen des Bestatter sehr zufrieden. Es hat alles wie geplant geklappt, und unsere Erwartungen wurden übertroffen.Wir würden das Bestattungsunternehmen jederzeit weiter empfehlen. Nochmals herzlichen Dank an Herrn Stemmler.
Adriana Alvarez-Arminkova
Adriana Alvarez-Arminkova
09:13 23 Sep 15
Vielen Dank für den reibungslosen Ablauf, die netten Hinweise und die Unterstützung. Sie waren sehr einfühlsam, persönlich, authentisch und hilfsbereit.
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