Start ins Neue Jahr

Grau ist der Himmel, wenn man zu ihm emporsieht. In den Zeitungen schwarz auf weiß stehen nur Schreckensmeldungen. Terror hier und Terror da. Wahlen, die nur Ängste erzeugen. Keiner freut sich mehr auf Wahlen, es kommt das Chaos, wir haben keine Wahl mehr. Diese Tage im Jahreswechsel können einen runter ziehen und jede Hoffnung ersterben lassen. Auf dem Bürgersteig liegen schon gleich nach Silvester die Tannenbäume Glied an Glied, wie eine grüne Perlenkette am Straßenrand. Sie sehen alle noch so frisch aus und schon wurden sie entsorgt, abgestoßen wie ungewolltes Leben. Die Zeit nimmt immer mehr an Tempo zu. Nächst Station Ostern. Weihnachten war gestern. Wie soll man da mal innehalten? Wie den Gedankenstrom bremsen?

Sie erwarten hier jetzt bestimmt ein paar warme Zeilen aus der sicheren Stube heraus geschrieben? Ja, gut erkannt, ich sitze in der Tat in einer warmen Stube. Ich habe zu essen und zu trinken. Ich habe einen freien Blick auf eine Straßenkreuzung, auf der es trotz genau geregelter Vorfahrt mehrmals täglich zu Fast-Zusammenstößen kommt. An der Fußgänger manchmal wie in Trance die Straße überqueren und wie durch ein Wunder dabei nicht zu Schaden kommen. An der sich viel beobachten lässt von der sicheren, meiner Warte aus. Der Blick durchs Fenster ist nur einer von vielen. Jeder hat einen anderen. Aber ich habe ein heiles Fenster, ich habe eine Tür, durch die ich gehen kann. Ich kann sehen. Ich kann hören. Es sind so viele Dinge, die ich kann, wenn ich will, auf die ich mich freue jeden Tag, wenn ich mir ihrer nur gewahr werde. Verzagen Sie nicht und lassen Sie sich die Hoffnung nicht nehmen. Das Leben ist schön, auch wenn es für viele grausam und unmöglich scheint. Die, denen es gut geht, sollten für die anderen da sein. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes Jahr.

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Herbst auf einem Berliner Friedhof

cemetery-1688174_1280Stellen Sie sich vor, niemand geht mehr auf die vielen Berliner Friedhöfe. Sie würden verwildern und zuwachsen und unsere Verstorbenen würden ungeliebt und unbeachtet zurück bleiben. Das wollen wir nicht. Besuchen Sie einen der vielen Friedhöfe in Berlin und erfreuen Sie sich gerade jetzt im Herbst an der wunderschönen Farbenpracht der Blätter. Es mag schmuddeliges Wetter herrschen, es mag grau sein und kühl, aber die warmen Herbstfarben tun dem Auge und damit der Seele gut.

Wir leben noch und gedenken der Toten

Ein Gang an die frische Luft stärkt die Abwehrkräfte und erhöht den Lebenswillen. Nehmen Sie sich eine Auszeit, verlassen Sie einmal den Trubel des Alltags. Besuchen Sie einen Friedhof in Berlin, bei Ihnen um die Ecke oder einen der großen berühmten Friedhöfe an der Heerstraße oder die kleinen städtischen, z.B. am Südwestkorso. Die meisten sind angenehm beschattet durch das noch vorhandene Laub an den großen alten Bäumen. Der Straßenlärm und der leichte Nieselregen des Herbstes bleiben draußen. Und unsere Sorgen auch. Wir alle müssen einmal sterben, die Friedhöfe vergegenwärtigen uns dieses letzten Lebensabschnittes. Bis dahin hat jeder von uns noch etwas Zeit, der eine mehr, der andere weniger. Wir wissen es nicht, können es nicht einmal ahnen. Es bleibt ein Mysterium. Nutzen wir diese Zeit jetzt, um uns klar zu werden, was wir noch erreichen wollen, was mir noch anstellen wollen mit unserem Leben, das uns bleibt, das un s geschenkt wird. Nehmen wir einmal den Druck raus und schauen auf uns aus einer neuen Perspektive. Ein Gang auf einen Friedhof kann uns dabei helfen, ein Spaziergang in unser Selbst. Berlin – Der Friedhofsführer, ein Wegweiser zu 50 historischen Friedhöfen von Boris von Brauchitsch kann uns inspirieren, welche Ruhestätten in der Nähe von Wohnung und Arbeit uns zu einer solchen kleinen Reise einladen.